Märkischer Abwasser- und Wasserzweckverband
2025

Märkischer Abwasser- und Wasserzweckverband. Eine Villa kehrt zurück
1905 ließ Fleischermeister Paul Picht in der Bahnhofstraße von Königs Wusterhausen eine Villa bauen. 900 Quadratmeter, Gründerzeit, repräsentativ. Ab den 1960er Jahren diente sie als Verwaltungsgebäude, dann stand sie über zwei Jahrzehnte leer. 2006 beschädigte ein Dachstuhlbrand das Gebäude zusätzlich. Seit 2023 gehört die denkmalgeschützte Villa dem Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband, der hier seinen neuen Verwaltungssitz einrichtet und sie um einen modernen Erweiterungsbau ergänzt.
Der MAWV ist der Wasserversorger der Region südöstlich von Berlin. 21 Kommunen, 130.000 Menschen, rund 1.000 km Leitungsnetz. Dieser Auftraggeber braucht einen Verwaltungssitz der funktioniert, zuverlässig, modern, vernetzt. Und er bekommt ihn in einem 120 Jahre alten Gebäude.
Genau das war die Planungsaufgabe: Denkmalschutz und moderne Technik unter einem Dach. An einigen Stellen musste die Installation so gewählt werden, dass die historische Substanz der Villa unangetastet bleibt. Gleichzeitig mussten Bestand und Erweiterungsbau als ein gemeinsames elektrotechnisches System gedacht werden, nicht als zwei getrennte Projekte.
Unser Leistungsumfang umfasste Starkstromversorgung für Büro- und Technikbereiche, Beleuchtungssysteme für Bestand und Neubau, eine Photovoltaikanlage, KNX-Steuerung, Brandmelde- und Sicherheitstechnik, Einbruchmeldeanlage sowie strukturierte Datentechnik.
Was über zwei Jahrzehnte leer stand, wird zum Verwaltungssitz des regionalen Wasserversorgers. Die Technik, die das ermöglicht, sieht man nicht. Das ist Absicht.